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BUCHEN

Geschichte

Ein Schlosshotel mit traditionsreicher Historie

Das Schlosshotel Wartegg am Bodensee blickt auf eine lange Geschichte zurück. Kaspar Blarer von Wartensee, Vogt in Arbon im Dienst des Bistums Konstanz, erbaute Schloss Wartegg 1557 auf einem ehemaligen Gutshof. Im Laufe der Jahrhunderte kam das Schloss in wechselnde Hände und verfiel ab den1950er Jahren zusehends.

Im Jahr 1994 erwirbt dann die Familie Mijnssen das Schlossgebäude und den Grossteil des Parks und weckt das Schloss Wartegg aus einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf. Sie renoviert die Räumlichkeiten behutsam zu einem nachhaltig-modernen Hotel mit vorzüglichem Bio-Restaurant.

Buch
Wartegg – Schloss und Menschen

Im Frühlingsprogramm des Appenzeller Verlages ist per Ende Monat das neue  Geschichten-Buch über das Schloss Wartegg erschienen, verfasst von Otmar Elsener. Kombiniert mit der attraktiven Bild-Auswahl und Gestaltung von Adrian Elsener entwirft dieses Buch ein sehr lebendiges und differenziertes Bild auf Schloss Wartegg, seine Bewohner und Beteiligten. Obwohl die Geschichte des Ortes bereits „geschrieben“ schien, sind unter einem etwas veränderten historischen Licht interessante neue Aspekte hinzu gekommen:
Lassen Sie sich überraschen!

Das Buch ist ab sofort an der Réception oder in den Buchhandlungen erhältlich.
Der Preis beträgt CHF 38.–

1557

Kaspar Blarer von Wartensee, Vogt in Arbon im Dienst des Bistums Konstanz, erbaut Schloss Wartegg 1557 auf einem ehemaligen Gutshof. Der Stammsitz der Blarer von Wartensee ist das wenig oberhalb gelegene Schloss Wartensee, welches heute auch als Schloss-Hotel betrieben wird. Sein Bruder Diethelm Blarer von Wartensee wird 1530 Abt des Klosters St. Gallen, er festigt die Position der Fürstabtei in der turbulenten Zeit der Reformation.

1659

Sebastian Peregrin Zwyer von Evibach wird für kurze Zeit Besitzer des Schlosses. Gemeinsam mit dem Basler Bürgermeister Rudolf Wettstein erwirkte er elf Jahre zuvor, am Ende des Dreissigjährigen Krieges, im Westfälischen Frieden die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft vom Deutschen Reich. Er gilt als einer der führenden diplomatischen Persönlichkeiten der Eidgenossenschaft des 17. Jhdts.

1676

Fidel von Thurn und Valsassina, Landeshofmeister der Fürstabtei St. Gallen, erwirbt das Schloss von der Abtei. Für seine regen diplomatischen Aktivitäten, zu denen auch die Vermittlung von Söldnern aus armen eidgenössischen Bauernfamilien als sog. Reisläufer an die französische Krone gehört, errichtet er den Westflügel als Gästetrakt. Das Schloss bleibt bis 1823 im Besitz seiner Nachkommen.

1789

Im Lauf seiner facettenreichen Geschichte dient Schloss Wartegg immer wieder als Refugium. So wird das Schloss auch zu einem Exilort für eine adlige Familie, die vor den Revolutionswirren in Frankreich flüchtet. Marquis de Bombelles war Diplomat im Dienst des französischen Königs. Seine Gattin war in Versailles Hofdame der Schwester König Ludwigs XVI. Aus dieser Zeit stammen auch die Tagebücher der Geschwister Wynne, zweier Mädchen, welche unbefangen ihren Aufenthalt auf Schloss Wartegg schildern, wo sie sich als Gäste der Bombelles , bzw. indirekt der Thurn und Valsassina aufhielten.

1860

Louise von Bourbon-Parma, Herzogin und Regentin von Parma, erwirbt das Schloss Wartegg als Exilsitz. In der Folgezeit wird das Schlossgebäude um den Süd-Trakt erweitert und die meisterliche Englische Parkanlage angelegt. Ihre Enkelin Zita heiratet den letzten österreichisch-ungarischen Thronfolger und wird Kaiserin. Nach dem Ende des Kaiserreichs findet die Familie 1919 mit ihren Kindern für einige Monate Exil im Schloss Wartegg. Die Familie Bourbon-Parma muss 1924 das Schloss aufgeben.

1929

Das Schloss wird vom deutschen Industriellen Dr. Gustav Mez erworben, der es der letzten Umgestaltung und einer umfangreichen Renovation unterzieht. Der originale Treppenturm weicht einem grosszügigen Treppenhaus und findet nebenan einen neuen Ort, und das „Türkise Bad“ in historischer persischer Glasurtechnik wird eingebaut. Mez war 1906 Gründer der innovativen „Mercedes Bureau-Maschinen GmbH„, die Schreibmaschinen und Rechenmaschinen produzierte. Letztere blieben in der Ex-DDR noch bis in die 1980-er Jahre in Produktion. Die Familie Mez muss das Schloss Ende der 1950-er Jahre aufgeben.

Während der folgenden Jahrzehnte mit vornehmlich spekulativen Bauinteressen verfällt das Schloss zusehends, der Park wird nur mehr als Bauland-Reserve behandelt. Wachsende Stimmen aus der Bevölkerung, die sich für einen Schutz des Parkes einsetzen, werden in der Ortsplanung teilweise berücksichtigt, welche den öffentlichen Zugang zum Park sichert.

SEIT 1994

Die Familie Mijnssen weckt das Schloss Wartegg aus einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf: Sie erwirbt das Schlossgebäude und den Grossteil des Parkes nach Osten und renoviert die Räumlichkeiten behutsam, zu einem nachhaltig-modernen Hotelbetrieb mit vorzüglicher, historisch gartenfrischer Gastronomie.
Der Kulturverein Schloss Wartegg belebt die Verbindung zur künstlerischen Inspiration.

2007 

Die Realisierung der geplanten Grossüberbauung wird 2007 zu Gunsten einer weitgehenden Unterschutzstellung fallengelassen, und die betroffenen Land-Eigentümer entschädigt. Aufgrund der Anerkennung als nationales Gartendenkmal wurde mit den Mitteln von Natur- und Landschaftsschutz-Organisationen sowie Privaten die Stiftung Landschaftspark Wartegg gegründet, welche nun Eigentümerin einer Schlüsselparzelle ist.
Der Förderverein Warteggpark tritt 2013 in die Fusstapfen der Initiative IG Warteggpark.