Sonntag, 17. Juni 2018, 17:00 Uhr

Sojka Quartett. Haydn, Dvorak &…

Haydn, Dvorak, Becker, Bezděk. Streichquartette

Das Prager Sojka Quartett spielt Streichquartette: Zwei wunderbare „Klassiker“ der Quartettliteratur, von Joseph Haydn das „Kaiserquartett“ und von Antonín Dvořák das „Amerikanische Quartett“, sowie zwei zeitgenössische Werke:
Die Komponisten Holmer Becker aus Nürnberg (Streichquartett Nr. 1) und Jiří Bezděk aus Pilsen (Trio für Violine, Viola und Violoncello) verfolgen ähnliche Ziele. Nämlich neue Musik zu schreiben, die – ohne Kompromisse einzugehen – verständlich bleibt.

Das Sojka Quartett wurde 1992 von Studenten der Akademie der musischen Künste in Prag gegründet. Schwerpunkte des Ensembles sind die Musik der Klassik und die zeitgenössische Musik Tschechiens. Seit 2012 spielen die Musiker immer wieder in Deutschland. 2015 gab das Quartett Konzerte in Japan und wirkte an den Festtagen für zeitgenössische Musik in Prag mit. Das Ensemble hat zwei CDs bei TYXart aufgenommen.

Sojka Quartett:

Martin Kos, Martin Kaplan – Violinen
Josef Fiala – Viola
Hana Vítková – Violoncello

Programm

Jiří Bezděk (*1961):  Streichquartett Nr.1

Allegro moderato
Andante
Con moto

Joseph Haydn (1732–1809): Streichquartett in C-Dur, op.76 Nr. 3 „Kaiserquartett“

Allegro
Poco adagio, cantabile, Variationen I-IV
Menuetto: Allegro
Finale: Presto

Pause

Holmer Becker (*1955): Trio für Violine, Viola und Violoncello

Antonín Dvořák (1841–1904): Streichquartett in F-Dur, op.96 „Amerikanisches Quartett“

Allegro ma non troppo
Lento
Molto vivace
Finale: Vivace ma non troppo

Das Sojka Streichquartett
ging aus Studenten der Musikfakultät der Prager Akademie der musischen Künste (AMU) 1992 hervor. Seit 2009 spielt es in der Besetzung: Martin Kos und Martin Kaplan (Violinen), Josef Fiala (Viola) und Hana Vítková (Violoncello). Schwerpunkte des Ensembles sind die Musik der Klassik und die zeitgenössische Musik Tschechiens; so brachte es z. B. Werke von Jiří Vyšata, Pavel Samiec, Martin Červinka, Vladimir Sommer, Vojtěch Mojžíš, Karel Pexidr und Jiří Bezděk zur Uraufführung. Wiederholt war das Quartett zu Gast bei den Matinee-Konzerten des Josef Kajetán Tyl-Theaters (Pilsen) und spielte dort u. a. Werke der Wiener Klassik, von Franz Schubert, Antonín Dvořák und Josef Suk. Seit 2012 sind die Musiker auch mehrfach Gäste in Deutschland gewesen (Regensburg, Nürnberg u. a.), seit 2013 präsentieren sie thematisch ausgerichtete Programme, z. B. „Adolf Loos und die Zweite Wiener Schule“ (mit Werken von Hanns Eisler, Anton Webern und Arnold Schönberg) oder „Die tschechische Zwischenkriegs-Moderne“ (mit Werken von Vítězslava Kaprálová und Jaroslav Ježek). 2015 gab das Quartett u. a. Konzerte in Japan und wirkte an den Festtagen für zeitgenössische Musik in Prag mit. Das Sojka Streichquartett arbeitet auch mit Roland Leistner-Mayer zusammen und führte dessen 6. Streichquartett im September 2015 in München auf, am 23. Februar 2017 spielte es die Uraufführung des 7. Streichquartetts in Pilsen. Ensemble hat zwei CDs bei TYXart aufgenommen – „Kammermusik für Streicher böhmisch-mährischer Komponisten des 18.Jahrhunderts“ (Kammel, Gassmann, Koczwara, Zimmermann) und „Erstauspielungen zeitgenössischer Streichquartette“ (R.Leistner–Mayer Streichquartette Nr. 5,6 ,7).

Martin Kos (Violine) – studierte am Konservatorium in Pilsen bei Jindřiška Holotová an der Musikakademie in der Klasse von Vladimír Rejšek. Kos war von 1995 bis 1998 Mitglied des M.Nostitz Quartetts und absolvierte mit diesem Quartett eine dreijährige Ausbildung bei G.Pichler und T.Kakuska an der Hochschule für Musik und Kunst in Wien. Von 2002 bis 2005 war er Erster Geiger des Tschechischen Nonetts. Er war Violinist bei Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen von Lukáš Hurník, Josef Marek, Jitka Koželuhová und Mark Kopytman. Seit 1999 ist er Konzertmeister, Art Director und Solist des Suk Chamber Orchestra in Prag und seit 2007 ist er auch als Konzertmeister des Opera Orchestra Tyl Theatre in Pilsen tätig.

Martin Kaplan (Violine) studierte am Konservatorium in Pilsen bei Jindřiška Holotová an der Musikakademie in der Klasse von Ivan Štraus. Er hat an Musikkursen in Siena, Italien in der Klasse von Yuri Belkin und Uto Ughi teilgenommen. In den Jahren 1998 – 2008 war er Konzertmeister des Opera Orchestra Theatre in Pilsen. Seit 1996 unterrichtet er am Konservatorium in Pilsen. Er ist bekannt für seine außergewöhnlichen improvisatorischen Fähigkeiten, die er bei Folklore-Duo-Auftritten mit Josef Fiala einsetzt.

Josef Fiala (Viola) sstudierte am Konservatorium in Pilsen unter Jan Motlík und der Musikakademie der darstellenden Künste in der Klasse von Lubomír Malý. Er hat an Musikkursen AMEROPA in Kammermusik von Vadim Mazo und Semyon Yaroshevich teilgenommen. Seit 1987 unterrichtet er am Pilsner Konservatorium und an der Kunstschule in Pilsen. Er bearbeitet auch Volkslieder und widmet sich der Interpretation der tschechischen Folklore.

Hana Vítková (Violoncello) studierte am Prager Konservatorium und František Pišinger-Akademie der darstellenden Künste in der Klasse von Rudolf Lojda und Miloš Sádlo. Während ihres Studiums nahm sie an Einzel- und Quartett-Wettbewerben im In- und Ausland teil. Heute arbeitet sie als Konzertmeisterin des Gruppencello-Opernorchesters DJKT in Pilsen und hat sich dem Unterricht und der Aufführung von Kammermusik gewidmet.

 

Jiří Bezděk
wurde 1961 geboren. Er studierte Komposition an der Akademie der musischen Künste in Prag bei Vaclav Riedlbauch und ergänzend an der Prager Karlsuniversität, wo er mit einer Arbeit über Probleme der tonalen Harmonik promovierte. Er ist Leiter des Lehrstuhls für Musik an der Pädagogischen Fakultät der Westböhmischen Universität und Dozent für Komposition am Pilsener Konservatorium. Schwerpunkte seines Werkes sind die Kammermusik und das Kunstlied. Jiří Bezděk erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen und seine Kompositionen wurden in vielen europäischen Ländern und den USA aufgeführt. Daneben ist er auch Autor verschiedener musiktheoretischer Publikationen und Verfasser eines Werkes über tschechische Komponisten der Gegenwart.

Holmer Becker
wurde am 30. Januar 1955 in Fürth/Bayern geboren. Er absolvierte ein Kompositionsstudium bei Gottfried Müller und erhielt den Talentpreis für Komposition des Theatervereins Fürth e.V. Sein Œuvre umfasst Werke für Soli, Chor und Orchester ebenso wie reine Orchesterwerke, Solistenkonzerte, Vokalmusik, Kammermusikwerke und Kompositionen für Chor a cappella. Neben zahlreichen Rundfunkeinspielungen (Bayerischer Rundfunk, Schweizer Radio DRS, Tschechischer Rundfunk) liegen verschiedene CD-Produktionen vor. Seine Werke werden in Deutschland, England, Frankreich, Österreich, Polen, der Schweiz, der Tschechischen Republik, Slowenien, Spanien, aber auch in Japan und Südamerika aufgeführt.

Preise

30.–
Regulär

25.–
Kulturverein

15.–
Ausbildung

frei
unter 12

Informationen

Konzertmenu
Bitte um Reservation

zwei Gänge CHF 38.–
drei Gänge CHF 48.–
vier Gänge CHF 58.–