Freitag, 27. April 2012, 20:00 Uhr

Peter Waters. piano solo

‹water projections›

Peter Waters ist ein Meisterinterpret der klassichen Klavierliteratur und einer der viel zu seltenen Pianisten, welche zugleich die Sprache und Tradition des Jazz auf komplett natürliche und umfassende Weise integriert haben.
Seine musikalische Unvoreingenommenheit und Spontaneität macht an Stil- und Wertungs-Grenzen nicht halt. Waters stammt aus Australien, und unterrichtet Jazz-Improvisation und Meisterklassen am Konservatorium in Cagliari auf Sardinien, wo er auch sein zweite (oder dritte) Heimat hat – nebst Diessenhofen…
In water projections baut er mit seinen Eigenkompositionen faszinierende Brücken zwischen Bach, Beethoven und Ravels impressionistischen Klangwelt und der Improvisation.

Programm
J. S. Bach
– Praeludium und Fuga F-Dur, Band 2
– Fuga f-moll, Band 2
– Präludium B-moll, Band 1
– Präludium und Fuga B-Dur, Band 1
Maurice Ravel
aus den „Miroirs“:
– La vallèe des cloches
– Alborada del gracioso
Peter Waters
– Water Projections One
Maurice Ravel
– Ondine
Peter Waters
– Water Projections 2
Pause
J. S. Bach
– Präludium und Fuga b- Moll, Band 1
Maurice Ravel
– Oiseaux Tristes
Peter Waters
– Water Projections 3
J. S. Bach
– Fuga a-moll Band 1
– Präludium und Fuga a-moll, Band 2
Peter Waters : Water Projections 4

Ludwig van Beethoven

Klaviersonate Nr. 32, op. 111 c-moll:
– Maestoso Allegro con brio ed appassionato
– Adagio molto semplice e cantabile

Biographie Peter Waters
wurde geboren in Broken Hill, Australien. Der international bekannte Pianist absolvierte seine Klavierstudien bei Clemens Leske in Adelaide und Peter Wallfisch in London.

Bereits während seiner Studienzeit gewann Peter Waters verschiedene Preise, unter anderem Solopreise des Royal College of Music und den Australian Musical Association Preis.
Einer seiner ersten grossen Auftritte in Europa fand im Rahmen der Salzburger Festspiele statt, wo er zusammen mit der Sopranistin Gundula Janowitz in Paul Hindemiths „Marienleben“ zu hören war. Es folgten Konzerte in zahlreichen europäischen Städten und an vielen Musikfestivals.
1996 war Peter Waters Direktor und Solopianist einer Konzertserie unter dem Titel „Mozart und die Moderne“, einem Austauschprojekt zwischen St. Petersburg und der Schweiz.
Auf einer Tournee mit dem Orchestre de Lille wurde er im Februar und März 1997 mit hervorragenden Kritiken für seine Interpretation des Klavierkonzerts in G von Maurice Ravel ausgezeichnet.
Peter Waters führte als Solist äusserst anspruchsvolle zeitgenössische Klavierkonzerte mit namhaften Orchestern auf. Dazu zählten unter anderem Alfred Schnittke mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, Aribert Reimann mit dem Münchner Kammerorchester an der Expo 2000 in Hannover und die höchst abenteuerlichen „Century Rolls“ von John Adams mit dem Sydney Symphony Orchestera.
Aber auch die klassischen „Standard“-Konzerte kamen nie zu kurz, wie zahlreiche Mozart-Aufführungen als Solist, etwa mit den Moskauer Philharmonikern, belegen.
Unter seinen vielen Einspielungen wurde die CD mit Werken von John Adams, Maurice Ravel und Erik Satie mit der höchsten Auszeichnung Australiens, dem ABC Classic FM, als beste klassische Aufnahme des Jahres 1997 ausgezeichnet.
Eines seiner Hauptanliegen ist es, neben der Klassik auch eigene Musik zwischen zeitgenössischer Improvisation, Jazz und Weltmusik zu erarbeiten und in Rezitals zu integrieren.
Peter Waters ist Mitbegründer des Treya Quartet, dem unter anderem der sardische Trompeter Paolo Fresu angehört. Vom Treya Quartet erschienen die vielbeachtete CD „Treya plays Gabriel Fauré“ bei Divox sowie eine Aufnahme des Schweizer Fernsehens DRS zusammen mit der Sängerin Barbara Hendricks.
Von seinem offenen musikalischen Horizont zeugt auch die Zusammenarbeit mit Pierre Favre, Fred Frith, Kenny Drew jr. (als Piano-Duo), dem Collegium Novum Zürich, George Crumb, Mauricio Kagel, Sofia Gubaidulina, dem Quintetto Zero (mit Barbara Balzan, Lucas Niggli, Franco Ambrosetti und Daniel Pezzotti) sowie den Swiss Chamber Soloists. Seit 2003 besteht ausserdem das „Peter Waters Tri O“ mit Rätus Flisch und Tony Renold.
Peter Waters spielte unter anderem, teilweise mehrmals, an folgenden Festivals: Lucerne Piano Festival, Bodensee-Festival, Barossa Music Festival, Festival d’Auvers, „Time in Jazz“, Festival in Berchidda, Sardinien, Mozart-Festival Würzburg, North Sea Festival und an der Expo.02 in Murten, Schweiz.

Informationen

Eintritt:
CHF 30.- /25.-/15.- (12-16 Jahre)
um 18 Uhr
leichte Menus im Schloss-Restaurant,
nach dem Konzert
Desserts und Getränke.