Sonntag, 03. Januar 2009, 20:08 Uhr

‹The Dorian Consort›

zum Neuen Jahr: W.F. Bach, J.S. Bach, Mozart

The Dorian Consort zum Jahresbeginn dieses feinsinnige und energiegeladene,
achtköpfige Ensemble spielt ausgesprochen tänzerisch, ein Kennzeichen ihres Verständnisses der historischen Spielweisen. Die ausgezeichnete St. Galler Violinistin Claudia Dora und die ehemalige Rorschacher und Feldkircher Travers- und Querflötendozentin Eva Amsler waren Mitbegründerinnen dieser Formation (Eva Amsler, Karl-Heinz Schütz, Flöten, Claudia Dora, Sibylla Leuenberger, Violinen, Renée Straub, Viola, David Inniger, Cello, Käthi Steuri, Kontrabass, Shalev Ad-El, Cembalo).
Das Programm bringt Werke von J.S. Bach (das berühmte Air aus der 3. Orchestersuite, das 4. Brandenburgische Konzert), seines hoch begabten Sohnes Wilhelm Friedemann Bach (eine Sinfonia und ein Duo für 2 Flöten) und Mozart (Divertimento in F und das Flötenquartett) und eine Conclusion von Telemann zum Schluss. Ein funkelnder Bogen also vom Barock über den empfindungsreichen Sturm und Drang zur Klassik. 
Möge der freudvolle Schwung dieser Musik allen guten Vorsätzen Rückenwind verpassen.
Orchestral und kammermusikalisch eine Art klingende, strahlende Neujahrskarte.

Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento in F Dur und das Flötenquartett in C-Dur verströmen Heiterkeit, bringen gute Laune und ein Lächeln. Sie umrahmen den ersten Teil des Konzertes. Dazwischen geehrt wird Wilhelm Friedemann Bach, geboren am 22. November 1710, dessen Geburtstag sich heuer zum 300sten Mal jährt. Er ist der vielleicht begabteste Bachsohn. Unter dem Einfluss des Vaters hat er wohl seine Sinfonia d moll geschrieben. Die Tonsprache ist besinnlich. Ganz im Stil des Sturm und Drang aber ist das Duo für 2 Flöten gehalten. Die 2 Flöten verweben sich zu einem expressiven Ganzen, kommunizieren und jubilieren in höchster Virtuosität.
Mit J.S. Bachs berühmtem Air aus der Suite Nr. 3 für Streicher und BC beginnt der zweite Teil. Nach diesem ernsten, melancholischen aber auch himmlischen Ton dann wieder ganz erdig und tänzerisch die G-Dur Triosonate für Flöte, Violine und BC. Und das Crescendo geht weiter, es wird festlicher: Es folgt das 4. Brandenburgische Konzert in der Fassung für Cembalo und 2 Flöten sowie Streicher und BC. Die 2 Flöten wettstreiten, antworten dem Cembalo eine Musik, die immer wieder hinreisst, begeistert und es nie verfehlt, auch zu berühren. Zum Schluss dann, wie es sich gehört: eine Conclusion! Telemanns Komposition aus der Tafelmusik ist bestens geeignet, der musikalischen Neujahrskarte das nötige Glitzern zu verleihen: Sie perlt und belebt wie ein guter Champagner: Prosit Neujahr ! The Dorian Consort wünscht Ihnen Momente der Heiterkeit und Zeit für Besinnliches und Festliches im Jahr 2010!

Konzertprogramm:

W.A.Mozart (1756 1791)
Divertimento F-Dur KV 138 für Streicher
Allegro

Andante
Presto

W.F.Bach (1710 1784)
Duo e-moll für zwei Flöten
Allegro

Larghetto
Vivace

W.F.Bach
Sinfonia d-moll für zwei Flöten, Streicher und BC
Adagio

Allegro e forte

W.A.Mozart
Flötenquartett C-Dur KV 171
Allegro

Andantino Thema mit Variationen

PAUSE

J.S.Bach (1685 1750)
Air aus der Suite Nr.3 D-Dur BWV 1068 für Streicher und BC

J.S.Bach
Triosonate G-Dur BWV 1038 für Flöte, Violine und BC
Largo

Vivace
Adagio
Presto

J.S.Bach
Brandenburgisches Konzert Nr.4 F-Dur BWV 1057 für Cembalo, 2 Flöten,
Streicher und BC
Allegro

Andante
Presto

G.P.Telemann (1681-1767)
Sinfonia e-moll aus Tafel-Musik TWV 55/5 für zwei Flöten, Streicher und BC
Conclusion

The Dorian Consort:
Eva Amsler, Floete
Musikstudium bei Günter Rumpel, Konservatorium Bern, und bei Aurèle Nicolet, Freiburg im Breisgau. Meisterkurse bei André Jaunet und James Galway. Orchestertätigkeit als stellvertretende Soloflötistin im Sinfonieorchester St. Gallen, Dozentin für Querflöte am Landeskonservatorium Vorarlberg in Feldkirch. Seit 2001 Professor für Flöte and der Florida State University, Tallahassee (USA). Zahlreiche solistische und kammermusikalische Auftritte (u.a. mit ENIF – aktuelle Musik) im In- und Ausland. Meisterkurse in Österreich, USA, Schweiz und Japan. Rundfunk- und CD-Aufnahmen (ambitus, cavalli).

Karl-Heinz Schuetz, Flöte
Seit 2004 Soloflötist der Wiener Symphoniker und Professor für Flöte am Konservatorium Wien. Als Kammermusiker Mitglied des Doremi Ensembles Wien. Erste Preise am Carl Nielsen Wettbewerb 1998 und 1999 am Internationalen Flötenwettbewerb in Krakau. Als Solist spielt er mit Orchestern wie den Wiener Symphonikern, Wiener Konzertverin, Classical Players Vienna, Stuttgarter Philharmoniker, Odense Symphony, Camerata XI, Capella Cracoviensis sowie an internationalen Festivals in Europa, Asien und Nord- und Südamerika. Regelmässige Lehrtätigkeit an internationalen Musikfreizeiten, Meisterkursen und Festivals.
Musikstudium bei Eva Amsler am Vorarlberger Landeskonservatorium, Feldkirch und bei Phillippe Bernold am Conservatoire Supérieure de Musique, Lyon, Meisterkurse bei Aurèle Nicolet. Zwischen 2000 und 2004 Orchestertätigkeit als Soloflötist der Stuttgarter Philharmoniker und Lehrtätigkeit als Dozent am Vorarlberger Landeskonservatorium. Zahlreiche CD und Radio Aufnahmen.

Claudia Dora, Violine
Studien bei Ulrich Lehmann in Bern (Solistendiplom mit Auszeichnung) und bei Felix Ayo in Rom. Meisterkurse u.a. mit Yehudi Menuhin und Pina Carmirelli. 1990-1999 Konzertmeisterin des Kammerorchesters Basel. 1993-2001 Dozentin an der Bernischen Hochschule für Musik und Theater (Standort Biel). Seit 2004 unterrichtet sie das Fach Barockgeige am Konservatorium Neuchâtel.
Internationale Tätigkeit als Kammermusikerin (u.a. mit dem Trio Basilea) und Solistin. Seit 1995 Entwickeln eines körperzentrierten Zu-gangs zur Violine und einer daraus erwachsenden neuen Instrumentaltechnik und Pädagogik. 2003 Gründung einer eigenen Schule in Basel (skit). CD-Aufnahmen bei ambitus, novalis, Pan Classics, Müller&Schade

Sibylla Leuenberger, Violine
seit 2007 ist sie Mitglied der Camerata Bern und seit 2009 Konzertmeisterin des Berner Kammerorchesters. Tätigkeit als Orchester- und Kammermusikerin im In- und Ausland. Soloauftritte u.a. mit dem Bieler Symphonieorchester. Mehrmalige Preisträgerin des schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs . Studierte am Konservatorium Biel bei Christine Ragaz und besuchte internationale Meisterkurse bei Adelina Oprean, Christoph Schiller, Tomas Kakuska und Igor Ozim. 1998 Lehr- und Orchesterdiplom in Biel und Bern. 2001 Konzertdiplom an der Musikhochschule Winterthur bei Ulrich Gröner. georen in Bern

Renee Straub, Viola
Renée Straub wurde in San Francisco geboren.
Unterricht bei Donald McInnes und dem La Salle Quartett am Konservatorium in Cincinnati.
Weitere Ausbildung an der Menuhin Akademie in Gstaad. 1983 bis 1993 Mitglied der Camerata Bern; weltweite Konzerttätigkeit und zahlreiche Schallplatten-, CD- und Radioaufnahmen. Zur Zeit tritt Renée Straub in verschiedenen Kammermusikformationen und als Solistin auf.
Nebst diesen Aktivitäten ist sie als Bratschen- und Violinpädagogin tätig.

David Inniger, Cello
Studium bei Walter Grimmer und Johannes Bühler, Bern, und bei Siegfried Palm in Köln. Meisterkurse beim Beaux-Arts-Trio und bei Maurice Gendron. Lehrtätigkeit an der Musikschule Köniz. Mitglied verschiedener Kammermusik-formationen wie La Strimpellata Bern und Trio Basso di Berna. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen (BIS, ambitus, cavalli).

Käthi Steuri, Kontrabass
Studium bei Bela Szedlak in Bern und Franco Petracchi in Genf (Solistendiplom). Frühere Schwerpunkte neben der Lehrtätigkeit waren zeitgenössische Musik und Orchestertätigkeit, u.a. an der Menuhin-Academy, Gstaad. Mitglied verschiedener Kammermusik-formationen wie Camerata Bern, La Strimpellata Bern und Trio Basso di Berna

Shalev Ad-El, Cembalo
Studium am Royal Conservatory in Den Haag. Solist u.a. mit dem Israel Chamber Orchestra und dem Israel Philharmonic Orchestra. Dozent in Dresden (92/93) Brünn (92-00) und an der Boston University (99). Bereits über 30 Aufnahmen mit Labels wie Chandos, Accent, CPO, Denon und Koch International. Seit 1992 Dirigent der Oslo Baroque Soloists, seit 97 Gastdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Halle/Saale. Recitals und Kammermusikkonzerte in Europa, USA, Latein-amerika, Japan und China. Dirigent u.a. in den Festspielen von Brugge, Münster, Dijon, in Leipzig (Gewandhaus) und New York (92ndY). Homepage Shalev Ad-El