Sonntag, 27. September 2009, 17:55 Uhr

Markus Nyikos, Violoncello, Jaroslav Smykal, Klavier

Weke von Valentini, Beethoven, Brahms, Janácek und Boulanger.

Ein Abend des virtuosen Wohlklanges.
Das Kammermusik-Duo Nyikos/Smýkal verbindet grosse technische Meisterschaft,
und eine tiefe musikalische Freundschaft, welche Grundlage einer nunmehr 40 Jahre
dauernden leidenschaftlichen Konzerttatigkeit bildet.
So hat sich ihr Repertoire auf 130 Werke mit Perlen und Raritaten der Kammermusikwelt
erweitert, die selten so zusammenfinden.
Immer wieder heben Kritiker ihre Gabe der völligen musikalischen Übereinstimmung hervor,
was auch verschiedene hervorragende CD-Einspielungen bezeugen.
Ihr aktuelles Programm bringt Rares wie das Werk des barocken Komponisten
Giuseppe Valentini (1680 – 1746) zu Gehör. Zudem faszinierende Transkriptionen fur Violoncello wie
Brahms spätes Meisterwerk, die Klarinettensonate op. 120, 2: Ungewohnt, und absolut stimmig,
so wie auch die Violinsonate des faszinierenden tschechischen Komponisten Leos Janacek.
Beide Werke strahlen im sonoren dunkleren Timbre des Violoncello von Neuem.
L. v. Beethovens Variationen Es-dur uber Bei Mannern, welche Liebe fuhlen
aus Mozarts Zauberflote, und 3 pieces (1915) der einflussreichen französischen Komponistin
Nadia Boulanger (1887 – 1979) spannen den Bogen bis zum Anfang der (musikalischen) Neuzeit.
Dieses Konzert bietet eine der selteneren Gelegenheiten, dieses virtuose Duo zu erleben,
das besonders auch in unserer weiteren Region das Publikum jeweils
in ausserordentlichem Mass zu begeistern weiss.

Jubiläumskonzert

Das Duo Nyikos/Smýkal konzertiert seit 1969 in vielen Ländern Europas, was besonders zur Zeit des „Eisernen Vorhangs“ zwischen Ost- und Westeuropa mit grossen Schwierigkeiten verbunden war. Sein Repertoire ist im Laufe der Jahre auf über 130 Werke aus allen Stilepochen angewachsen, darunter zahlreiche kostbare Raritäten. Viele davon hat das Duo auf CD eingespielt, bisher mit folgenden Themen: „Groupe des Six“, „Das Böhmische Cello“, „Zoltán Kodály“ und „Burkhard Honegger Martin“. Technische Brillanz, tiefe Musikalität und eine durch die langjährige Zusammenarbeit erreichte völlige musikalische Übereinstimmung werden von der Kritik immer wieder hervorgehoben.

Markus Nyikos, Violoncello
1948 in Basel geboren. Studium bei Paul Szabó, Stanislav Apolín, Pierre Fournier und Zara Nelsova. Preisträger beim Concours Gaspar Cassadó 1976 in Florenz und Träger des Solistenpreises des Schweizerischen Tonkünstlervereins. Seit 1979 leitet Nyikos eine Meisterklasse an der Universität der Künste Berlin. Daneben ist er Solocellist bei den Philharmonischen Virtuosen Berlin, Mitglied im Philharmonischen Klavierquartett Berlin und spielte über viele Jahre bei den Zwölf Cellisten der Berliner Philharmoniker mit. Konzerte als Solist und Kammermusiker in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien.

Jaroslav Smýkal, Klavier
1938 in Nahosovice (heutige Tschechische Republik) geboren. Studien bei Marie Jánska und Frantisek Schäfer. Ab 1962 Fachassistent , dann Dozent und heute Professor an der Janácek-Akademie in Brno. Preisträger u.a. 1960 in Prag und 1963 in Budapest. Gefragter Kammermusik-Partner mit bedeutenden Solisten und Kammerensembles in ganz Europa, Auftritte bei Musikfestivals in Brno, Prag, Luzern, Paris, Rom und anderen. Ein Schwerpunkt seiner Konzerttätigkeit ist die Interpretation der Klavierwerke
von Beethoven und Schubert.

Programm:
Giuseppe Valentini (1680 – 1746): Allettamento V c-moll

Johannes Brahms: Sonate Es-dur op.120,2 (original für Klarinette und Klavier)
***
Ludwig van Beethoven: Variationen Es-dur über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus Mozarts Zauberflöte

Leos Janácek: Sonate (1908 – 1913) (original für Violine und Klavier)

Nadia Boulanger (1887 – 1979): 3 pièces (1915)