Samstag, 08. Dezember 2007, 23:21 Uhr

Gilbert Paeffgen Trio

Atmosphärische Jazz-Grooves mit Hackbrett...

GILBERT PAEFFGEN TRIO:
Hans Peter Pfammatter piano, Urban Lienert bass
Gilbert Paeffgen drums und Hackbrett

Kernig, vorwärtsgerichtet, direkt und doch sehr fein gewobene Musik mit inneren Räumen, in denen Minimal Music mittickt und sich sozusagen „das Urbane“ mit „dem Hackbrett“ gemeinsam vor der Jam Session einen Alpenbitter genehmigt.

Man erinnert sich noch: Im Juni 2000 schenkte das Treya Quartett mit den begnadeten Musikern Peter Waters p, Startrompeter Paolo Fresu tp, Tony Overwater b und und Gilbert Paeffgen dr dem Schloss Wartegg eine musikalische Sternstunde. Dieses Quartett ist inzwischen (leider) aufgelöst. Die weiteren musikalische Entwicklung der Beteiligten beschert uns aber ab und zu ein rares Häppchen, wie letztes Jahr Peters Solo-Programm .

Gilbert Paeffgen war mit seinem äusserst intelligenten Spiel treibende rhythmische Kraft des Treya-Quartetts.
Sein aktuelles Trio überzeugt mit spannendem, „farb-angereichtertem“ Jazz, und besteht aus dem Band-Leader, dem Pianisten Hans Peter Pfammatter und dem Bassisten Urban Lienert, beides profilierte Musiker der Schweizer Jazz-Szene.

„Das Trio pflegt einen groovebetonten, urbanen Jazz, der sich Dancefloor-Beats gegenüber nicht verschliesst, sondern diese gleichsam osmotisch in sich aufnimmt. Das Ergebnis wirkt melodisch, aber auch rhythmisch entschlackt und gewinnt dadurch an Dringlichkeit. Motor des Ganzen ist Paeffgens fein ziseliertes Schlagzeugspiel, das durch die Konzentration auf den Puls und den reduktionistisch zu nennenden Verzicht auf zerstreuendes Beiwerk auf konsequente Art «verwesentlicht» ist. Dass der Leader auch ein Flair für betörende Klangeffekte hat, zeigen seine Ausflüge ans Hackbrett.“(Georg Modestin)

„Diese Musik kennt nicht nur die lächelnden Aspekte des Lebens, sondern auch die Melancholie. Sie blendet uns nicht mit spektakulären Effekten, sondern zieht uns in ihren Bann, weil sie sich Zeit lässt bei der Entwicklung von Ideen und Stimmungen. Selbst dort, wo das Trio des Schlagzeugers und Hackbrettspielers Gilbert Paeffgen mit fraktalen Dancefloor-Beats jongliert, kommt keine übertriebene Hektik auf.“(Tom Gsteiger)