Samstag, 25. Februar 2006, 15:37 Uhr

Franz Schubert. Schwanengesang und Impromptus

Hans-Jürg Rickenbacher, Tenor. Gisela Ungerer, Klavier

LEIDER MUSS DIESES KONZERT WEGEN ERKRANKUNG DES SäNGERS AUF EIN SPäTERES DATUM VERSCHOBEN WERDEN.
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Der Schwanengesang war usprünglich wohl nicht als zusammenhängender Zyklus konzipiert, und wurde erst nach Schuberts Tod veröffentlicht. Gemeinsam ist den (hier) 13 Liedern eine Grundstimmung, die Erfahrungen der Einsamkeit, Sehnsucht oder Liebesschmerz vermittelt.
Jenseits aller Spekulationen über den Schwanengesang zeigen seine letzten Liedkompositionen Schubert auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Der Regisseur Udo Samel schrieb zu einer szenischen Version der drei Liederzyklen: »Die unendliche Trauer, die in Schuberts Musik hörbar wird, vereint das Klirren der Kälte und die unvorstellbare Ruhe und Schönheit des Todes, welche in ihr einhergehen. Seine Winterreise dauert fort…«
In Poesie, Tiefe und Vollendung zeigen sich Schuberts Impromptus dem Schwanengesang ebenbürtig.

Franz Schubert (1797 – 1828)

„Schwanengesang“ D 957: 13 Lieder nach Texten von Rellstab und Heine (komponiert 1828)

Ludwig Rellstab (1799 – 1860)
1. Liebesbotschaft
2. Kriegers Ahnung
3. Frühlingssehnsucht
4. Ständchen
5. Aufenthalt
6. In der Ferne
7. Abschied

Drei Impromptus für Klavier D 899:
Es-Dur
Ges-Dur
As-Dur

Heinrich Heine (1797 – 1856)
1. Der Atlas
2. Ihr Bild
3. Das Fischermädchen
4. Die Stadt
5. Am Meer
6. Der Doppelgänger

Hans-Jürg Rickenbacher, in Biel / Bienne (Schweiz) geboren, studierte Gesang, Gitarre und Schulmusik an der Musik-Akademie der Stadt Basel, wo er heute selbst unterrichtet. Nach dem Schweizer Opernstudio folgten diverse Studienpreise, Meisterkurse und Unterricht bei Nicolaï Gedda, Stockholm und Margreet Honig, Amsterdam.
Das Repertoire von Hans-Jürg Rickenbacher reicht von Monteverdi bis zu zeitgenössischer Musik. Sein Hauptinteresse gilt den Interpretationen von Bachs Evangelistenpartien, Händels und Mozarts Opernrollen sowie seinen zahlreichen Liederprogrammen.
Gastspiele brachten ihn in viele europäische Länder, in die USA, nach Israel und Argentinien (Teatro Colón)
In Konzerten, Opernproduktionen und Aufnahmen hat er u. a. mit Giovanni Antonini (Il Giardino Armonico), Michel Corboz, Martin Haselböck (Wiener Akademie), Hans Martin Linde, Jost Meier, Shao-Chia Lü (Staatsorchester Rheinische Philharmonie), Helmuth Rilling und Thomas Rösner (Orchestre de la Suisse Romande) zusammen gearbeitet.

Gisela Ungerer wurde in Lausanne geboren und wuchs in Bern auf. Sie begann mit 5 Klavier zu spielen und studierte bereits während des Gymnasiums am Konservatorium Bern. Nach der Matur studierte setzte sie ihr Studium an der heutigen Musikhoschschule bei F.J. Hirt fort. Anschliessend folgten Studien in Paris und London, und Meisterkurse bei Alfred Brendel.
Sie konzertierte als Solistin unter Charles Dutoit, Armin Jordan und Räto Tschupp mit dem Berner Symphonieorchester. Weitere Konzerte mit dem Orchestre de la Suisse Romande, den Sinfonieorchestern des Bayerischen und des Süddeutschen Rundfunkes, sowie mit der Camerata Lysy. Während vieler Jahre konzertierte sie international mit Werken für zwei Klaviere, gemeinsam mit Franz Josef Hirt.
Kammermusikkonzerte u.a. mit Hansheinz Schneebberger, dem Serenade String Trio, dem Athenaeum Enesco Quartett und mit Solisten der Menuhin Academy an den Thuner Schlosskonzerten.
Radioaufnahmen mit Radio DRS 2, dem Radio Suisse Romande, Radio Lugano und Radio Hilversum. LPs und CDs unter dem Label Jecklin Disco.