Freitag, 17. März 2006, 15:52 Uhr

Amati Quartett. Schubert, Berg, Mozart

Quartettsatz, Lyrische Suite und Frühlingsquartett

Das Amati Quartett ist eines der wenigen Schweizer Quartette mit Weltruf.
Mit dem angestammten Quartett-Repertoire, wie auch mit mit berühmten Partnern in Quintettformation, und mit Uraufführungen zeitgenössischer Werke von Kelterborn, Skrzypczak, Riley, Vogel, Wildberger u.a., weckt das Amati Quartett bei Konzertpublikum und Kritikern gleichermassen Begeisterung.
Die klangliche Homogenität und Strahlkraft beruht auf der schon zu Beginn gegebenen Harmonie im Ensemble und der bereits über 25 Jahren währenden Partnerschaft.
Auch der Aspekt der herausragenden Instrumente soll angesichts des berühmten Namens Amati erwähnt sein. (Obwohl keines der Werkstatt des berühmten Instrumentenbauers entstammt.)
Als roter Faden dieses Konzertprogrammes dient eine „Wiener Empfindung“.

Programm

Franz Schubert: Quartettsatz
Alban Berg: Lyrische Suite
Wolfgang Amadeus Mozart: Frühlingsquartett KV 387

Amati Quartett:

Willi Zimmermann
1. Violine (G.B. Guadagnini, 1780)
Anahit Kurtikian
2. Violine (Camillo Camilli)
Nicolas Corti
Viola (C.G. Testore, ca. 1700)
Claudius Herrmann
Violoncello (G.P. Maggini, ca. 160

Das Amati Quartett formierte sich 1981 und durfte schon bald nach seiner Gründung verschiedene Auszeichnungen entgegennehmen, unter anderem den „Premier Grand Prix du Concours International“ in Evian (1982) und den Preis des Karl Klingler-Wettbewerbes in München (1986).

Neben dem klassischen und romantischen Repertoire liegt den vier Künstlern die Musik des 20. Jahrhunderts besonders am Herzen. So nehmen sie sich zum einen selten gespielter Werke an, die sie in spannungsvollen Programmen den einschlägigen Werken der Quartettliteratur gegenüber stellen. Zum anderen manifestiert sich ihr Interesse an zeitgenössischer Musik auch immer wieder in Uraufführungen von Rudolf Kelterborn, Bettina Skrzypczak, Terry Riley, Wladimir Vogel, Jacques Wildberger, Isang Yun…

Künstlerische Herausforderung und Inspiration stellt sodann die gelegentliche Erweiterung zum Quintett dar – sei es durch Klavier, durch ein Blasinstrument, einen weiteren Streicher oder gar die Singstimme: so zählen zu den Kammermusikpartnern des Amati Quartetts bekannte Künstler wie Eduard Brunner, Bruno Canino, Karl Engel, David Geringas, Vladimir Mendelssohn, Antonio Meneses, Heinrich Schiff, Radovan Vlatkovic und Krystian Zimerman.

Neben einer regen Konzerttätigkeit in den europäischen Musikzentren, den USA, Japan, dem Nahen und Fernen Osten belegen zahlreiche Rundfunk- und Schallplatten Aufzeichnungen das künstlerische Niveau des Amati Quartetts. Zwei seiner Einspielungen auf CD – Schostakowitch Quartette 3 & 7 sowie Szymanovski op. 56 und Ravel – wurden mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Die neueste CD des Amati Quartetts mit den Haydn Quartetten op. 50 erhielt den französischen Schallplattenpreis Choc du monde de la musique.
In den letzten Jahren feierte das Amati Quartett bei seinen Auftritten u.a. im Musikverein Wien, dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, dem Théâtre des Champs-Elysées in Paris, dem Palau de la Musica in Barcelona, der Kölner Philharmonie, dem Berliner Konzerthaus und im März 2001 in der Carnegie Hall in New York grosse Erfolge.