Freitag, 04. Dezember 2015, 20:00 Uhr

In meinem Hals steckt eine Weltkugel.

Welttheater von Gerhard Meister. Mit dem TAV Theater

TAV Theater
Reservation: [email protected] oder 071 793 93 94

Unsere Welt wird immer kleiner und ihre Widersprüche immer unausweichlicher. Sie – und wir spielen zunehmend verrückt: Überfluss am einen Ort und Mangel für viele. Afrika träumt beinahe als ganzer Kontinent vom besseren Leben in Europa. Was bedeutet dieses Auseinanderklaffen für den Durchschnittsmenschen in Mitteleuropa konkret? Soll er wegen der Ausbeutung von Menschen und benötigten Rohstoffen in Afrika auf sein Handy verzichten? Was, wenn der Hundehaufen vor der Haustür mehr aufregt als Hungernde anderswo? Die Figuren in Gerhard Meisters Stück schwanken zwischen Mitgefühl und Eigennutz und versuchen sich den Tatsachen einer ungleichen Weltordnung zu stellen.

 

Die Welt, in der wir leben, ist wahrlich zum Verrücktwerden. Sie wird immer kleiner und ihre Widersprüche immer unausweichlicher. Die Einen leben im Überfluss, die Anderen von gar nichts. Und mit Afrika träumt ein ganzer Kontinent vom besseren Leben in Europa. Was aber bedeutet die Diskrepanz zwischen Arm und Reich konkret für den Durchschnittsmenschen in Mitteleuropa, sein Denken, Fühlen und Handeln? Soll er auf sein Handy verzichten, weil er weiss, unter welchen Bedingungen in Afrika Coltan abgebaut wird? Und was kann er dafür, dass ihn die Hundekacke vor der Haustür mehr aufregt als die Hungernden anderswo?

Diese Fragen beschäftigen die Figuren in Gerhard Meisters Stück. Sie manifestieren ihre Gemütslagen im Hier und Jetzt, schwanken zwischen Mitgefühl und Eigennutz und versuchen sich den Tatsachen der ungleichen Weltordnung zu stellen.

Spiel: Meinrad Amstutz, Heinz Bernhard, Urs Irniger, Ursi Walliser, Andreas Wendel, Clau Wirth
Regie: Angelique Anderegg
Musik: Markus Dürst
Kostüme: Karin Fischer
Tanzchoreografie: Sibylle Koch

Gerhard Meister, Jahrgang 1967, wuchs im Emmental auf und lebt heute in Zürich. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Spokenword-Texte. 1995 schliesst er sein Studium der Geschichte und Soziologie ab und schreibt zugleich sein erstes Stück. Gemeinsam mit Andres Lutz entsteht das Bühnenprojekt Geholten Stühle, das im Jahr 2000 den Salzburger Stier gewinnt. Meister schreibt weitere Theaterstücke in Zusammenarbeit mit dem Theater in der Winkelwiese in Zürich, dem Staatstheater Stuttgart, dem Theater Marie in Aarau, am Stadttheater Bern und am Burgtheater Wien. Für seine Stücke erhält er die Literaturpreise von Stadt und Kanton Bern sowie Stipendienaufenthalte in New York, Berlin und auf Elba. 2011 erscheinen seine gesammelten Sprechtexte als Buch (Viicher & Vegetarier).

Mit freundlicher Unterstützung durch:
Amt für Kultur Appenzell AR / Fonds zur Förderung von Kultur und Brauchtum AR
Arnold Billwiler Stiftung / Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater
Methrom Stiftung / Berthold–Suhner–Stiftung /

Preise

25.–
Regulär

20.–
Kulturverein

15.–
Ausbildung

frei
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