Sonntag, 06. April 2014, 17:00 Uhr

Bernhard Ruchti. ‹Klang & Virtuosität›

Klavierrezital. Ravel, Ruchti, Thalberg, Liszt.

Ein Klavierabend mit Werken von Liszt, dessen phänomalem Zeitgenossen Sigismund Thalberg, Ravel, Eigenkompositionen. Von maximaler Virtuosität zum Zauber des „Minimal“.
„Glanzleistung an Virtuosität“ Saarbrücker Zeitung
„Ein lyrisch denkender und gesanglich gestaltender Musiker“ St. Galler Tagblatt

Klang & Virtuosität
Franz Liszt
Vallée dObermann (aus: Années de Pèlerinage Première Année: Suisse)
Maurice Ravel
Valses nobles et sentimentales
Sigismund Thalberg
Fantaisie sur des thèmes de lopéra Moïse de G. Rossini Opus 33
Bernhard Ruchti
First Song of The Wind
Landscapes
Morgenstern
Ouessant
Zu Klang & Virtuosität:
Als das Klavier in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Konzertsäle eroberte, waren es zwei Elemente, deren Zauber das Publikum erlag: zum einen die schillernde, in ihrer Art völlig neue Virtuosität der Klaviermusik, das Sprengen von Grenzen in Form und Inhalt, und zum andern der Klavierklang an sich, die Mystik der Klanggestaltung in unzähligen Abstufungen und Schattierungen.
Franz Liszt und sein Rivale Sigismund Thalberg standen an vorderster Front in den revolutionären Entwicklungen der Pianistik dieser Zeit beide gleichermassen berühmt für ihre Klavierkunst. Während Liszt sich als Komponist bleibend durchsetzen konnte, geriet Thalberg, dessen Kompositionen sich hauptsächlich im Bereich von Paraphrasen über damals berühmte Opernthemen bewegten, später immer mehr in Vergessenheit. Das ist schade, sind seine Werke doch beeindruckende Zeugnisse seiner Kunst, den Klavierklang zu inszenieren und damit das Publikum in seinen Bann zu ziehen.
Um Klang geht es immer, wenn von Klavier die Rede ist, und Maurice Ravel darf zu Recht als Meister auf diesem Gebiet bezeichnet werden. Seine Valses nobles et sentimentales gehören zum harmonisch Avanciertesten, was er geschrieben hat, und zeigen ihn als Virtuosen nicht im Sinne von Schnelligkeit, sondern von perfekt gesetzter Eleganz.
Auch Bernhard Ruchtis Kompositionen suchen die Mystik des Klangs, in der Intimität ebenso wie im Ausbruch. Inspiriert durch die Klangästhetik des 19. Jahrhunderts ebenso wie der amerikanischen Moderne, finden sie ihre eigene Stilistik und musikalische Sprache.
Bernhard Ruchti wurde 1974 in Berkeley (USA) geboren und ist in der Schweiz aufgewachsen. Er studierte Klavier und Orgel in Zürich und Winterthur und erwarb das Konzertdiplom Klavier bei Prof. Eckart Heiligers im Februar 2004, das Solistendiplom Orgel bei Prof. Stefan Johannes Bleicher im Juni 2004. Weitere Studien führten ihn zu Prof. Bernhard Haas nach Stuttgart.
Er ist freischaffend als Konzertpianist, Organist, Kammermusikpartner, Komponist, Autor und Musikpädagoge tätig. Seit 2013 ist er Kirchenmusiker an St. Laurenzen in St. Gallen. Er ist künstlerischer Leiter mehrerer grosser St. Galler Konzertreihen wie der „Laurenzen Konzerte“, der „Mittwoch-Mittags-Konzerte“ und des „Linsebühler Orgelfrühlings“.
2008 erschien seine Début-CD „Piano Recital“ mit klassischen Klavierwerken von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin und Claude Debussy. Die zweite Solo-CD „Liszt & The Black Hills“ mit Werken von Franz Liszt und Bernhard Ruchti erschien 2012.

Informationen

Eintritt:
CHF 30.- / 25.
CHF 20.-
(in Ausbildung, ab 12 Jahren)
unter 12: frei
Restaurant:
Teller-Gerichte ab 18. à la carte
Konzertmenu (2 Gänge) 38.
Desserts à la carte
Bitte reservieren!