Sonntag, 04. November 2012, 11:30 Uhr

‹Grünes Blatt›. Folk, vocals & Jazz

Glockenklare Stimme, rumänische Folklore und Jazz-Improvisation

Mit „Foaie verde“, „Grünes Blatt“, beginnen viele rumänische Volkslieder und richten sich oft an die Natur statt an Personen.
Dieses archaische Liedgut ist ein zentrales Element des Sextetts um den Kontrabassisten Dominique Girod und die rumänische Sängerin Irina Ungureanu mit ihrer phänomenal klaren Stimme.
Grünes Blatt verfolgt einen neuen und improvisatorischen Umgang mit der Folklore, sucht die Extreme, und vereint das Elementare und Schlichte mit dem Ausgefeilten, das Festgelegte mit dem völlig frei Improvisierten, das Heftige und Raue mit dem Zarten, das Traditionelle mit dem Neuen.
Grünes Blatt
Irina Ungureanu, voc
Matthias Spillmann, trp
Vera Kappeler, p
Urs Vögeli, g
Dominique Girod, b

„So flirrt Rumänien“, Züritipp am 15. 09. 2011 von Frank von Niederhäusern:
Das Sextett Grünes Blatt hat ein atemberaubendes Debütalbum aufgenommen.
Nicht alle Balkanmusik muss stampfen und rumpeln. Volkslieder etwa aus Rumänien können auch sehr zart besaitet und filigran klingen. Solche Weisen adaptiert Grünes Blatt auf betörende Art.
„Glanz und Tiefe“, Neue Zürcher Zeitung am 20. 09. 2011 von Ueli Bernays:
Das Material ist Volksmusik. Grünes Blatt, die Band des Zürcher Kontrabassisten Dominique Girod und der rumänischen Sängerin Irina Ungureanu, gibt auf dem Debütalbum „Thirteen Ways“ neben einigen Originals vor allem rumänische Volksmusik zu Besten, in denen die Natur besungen wird. Das „Was“ indessen ist nur eine Seite. Im „Wie“ der Interpretation nämlich öffnen sich hier noch ganz andere klangliche Welten.

Dominique Girods Werdegang ist vielleicht exemplarisch für die vielfältige Musikalität in seinem hochkarätig besetzten Sextett – mit Mattias Spillmann (Trompete), Vera Kappeler (Piano, Harmonium), Urs Vögeli (Gitarre), Nina Eleta (Geige). Der Kontrabassist hat Jazz und klassische Musik studiert. Das mag die beeindruckende Akuratesse erklären, mit der er die Rumänische Volksmusik zu arrangieren vermag. Er überzeugt dabei durch formale Kohärenz und durch schillernde klangliche Mischungen, feine schattierungen der Timbres, die der Musik einen geheimnisvollen Reiz verleihen.
„Grünes Blatt, Thirteen Ways“, Concerto im Oktober 2011:
Es ertönen Tunes, die wie Landschaftsmalerei klingen, Lieder, wie sie in der zeitgenössischen Klassik entstehen könnten, wunderbar durcharrangiert, gespickt mit tollen Soli der einzelnen Musiker, improvisiert und trotzdem immer der gefühlten Dramaturgie folgend. An erster Stelle sei dann die rumänische Sängerin Irina Ungureanu noch einmal genannt, denn sie lotet mit ihrer Stimme die Extreme aus, wirkt dabei immer sicher und schon beim Debüt Album dieser Band wie eine der ganz grossen Sängerinnen, wie eine gelungene Kombination aus Iren Lovasz, Marta Sebestyen, Mariza und Susanna Baca.
„Dreizehn Arten, die Amsel zu sehen“, Der Landbote am 13. 09. 2011 von Helmut Dworschak:
Vom ersten Ton an ist zu spüren, dass es sich bei dieser Einspielung um ein aussergewöhnliches Projekt handelt. Lässt man sich darauf ein, kann man ein formal durchdachtes Werk entdecken, über das es viel zu sagen gäbe. Die Grundlage von „Thirteen Ways“ bilden sechs rumänische Volkslieder, die von Liebe, Treue und Sehnsucht handeln. Sie sind konkret und schlicht, setzen den Menschen in ein Verhältnis zur Natur und enthalten existenzielle Fragen; sie berühren mit einem märchenhaft-erzählenden Stil und erinnern stellenweise an das Hohelied.

Informationen

Eintritt:
CHF 30.- / 25.
CHF 20.- (Studierende, ab 12 Jahren)

danach
Vor- und Hauptspeisen-Buffet

CHF 33.-